Welche CSR-Aktivitäten stärken die Mitarbeiterbindung?
Social Responsibility

Internationale Studien weisen Corporate Social Responsibility (CSR) eine positive Wirkung auf die Mitarbeiterbindung zu. Jedoch sind gerade in Deutschland viele CSR-Themen bereits per Gesetz geregelt wie beispielsweise Arbeitszeiten, Urlaub oder Gleichbehandlung. Sind Umweltengagement oder die Unterstützung von Freiwilligenprogrammen auch in Deutschland Aspekte, die für die Bindung von Mitarbeitern eine Rolle spielen könnten? Eine Untersuchung zweier Berliner Hochschulen stellte jetzt fest, dass diese Aspekte weniger wichtig sind. Relevant für die Mitarbeiterbindung sind demnach eher CSR-Handlungsfelder, die direkt auf den Mitarbeiter zielen.

Mitarbeiterbezogenen CSR-Aktivitäten wie Partizipationsmöglichkeiten, faire Bezahlung und Arbeitszeiten, betriebliche Altersvorsorge und Teilzeitarbeit sind laut der vom Forschungsprojekt MitCSR durchgeführten Studie für Unternehmensvertreter und Mitarbeiter gleichermaßen wichtig. Als vergleichsweise nebensächlich wurden dagegen markt- und vor allem umwelt- und gesellschaftsbezogene Verantwortung von den befragten Führungskräften und Mitarbeitern beurteilt. Als am wenigsten wichtig wurden die Arbeitgeberattribute „Internationalität“ und „Corporate Volunteering“ sowie der „Berücksichtigung von Stakeholder-Interessen“ beurteilt. Lediglich die verantwortungsvolle Unternehmensführung, insbesondere die interne unternehmerische Transparenz, wurde vereinzelt als wichtig angesehen.

„Gesellschaftliches Engagement ist schön, aber kein ausschlaggebender Punkt. Wenn ich sozial tätig werden möchte, dann mache ich das selber“, zitieren die Autoren der Studie einen Teilnehmer. Für die Mitarbeiterbindung besonders hohe Relevanz haben demnach weiterhin die klassischen Arbeitgeberkriterien wie Arbeitsklima, vielfältige Arbeitsinhalte und zuverlässige Lohnzahlung. CSR-Aktivitäten können eine Rolle spielen, aber das vor allem dann, wenn sie sich auf den Mitarbeiter richten.

Die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung muss den Mitarbeiter in den Blick nehmen, wenn diese Strahlkraft nach innen entfalten soll. Es mag überraschen, dass dies auch und gerade für eine Gesellschaft wie die deutsche gilt, in der es vergleichsweise hohe Standards gibt, wenn es um die Belange und Interessen von Mitarbeitern geht. Teleperformance Germany trägt diesen Erkenntnissen Rechnung. Schon seit dem vergangenen Jahr stehen im Hinblick auf CSR und Mitarbeiterkommunikation Angebote wie eine Sozialberatung oder ein Ausbau der Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung im Fokus, wenn es um Corporate Social Responsibility und die Stärkung der Mitarbeiterbindung geht.


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    Peter Lustig November 17, 2018

    Und dieser Beitrag vom deutschen HR Chef der sich auf jeder BV, wenn er den mal hinkommt, darüber ausheult wieviel der Mindestlohn die Firma kostet. Da soll eine Wertschätzung stattfinden?

    Das ist ein Lüge, die Firma ist geizig und teilt nicht gerne, es werden Umsätze generiert von 60 Millionen in 2017 der TP Deutschland (so TP gegenüber der Wirtschaftswoche, bitte googeln) und es wird seit Jahren der drohende Konkurs der Firma den MA gepredigt. Andererseits werden Nearshore Standorte eröffnet für den deutschen Markt in Billigländern mit deutschsprachigen Mitarbeiter um den Mindestlohn irgendwann doch noch umgehen zu können.

    Wenn man solche Beiträge sich zu Gemüte bekommt man selbst als ehemaliger MA von TP nur einen Brechreiz!
    MA sind für TP und ganz besondern H. Keller nur Zahlen, die im Rahmen des gesetzlich machbaren gequält und gedemütigt wird (Sauberkeit der Arbeitsplätze, menschliches Miteinander, Sommerfeiern in einer düsteren Tiefgarage aus Kostengründen, mangelnde Trainings für Tätigkeiten, Umgehung des Mindestlohn durch Berechnung auf Stunden usw..)

    TP ist ohne Gewissen, ohne Moral und ohne Anstand!