Schutz von personenbezogenen Daten
Schutz von personenbezogenen Daten

Denken Sie bitte zurück an das letzte Mal, als Sie einen Online-Händler besucht haben. Sie haben wahrscheinlich einen schnellen One-Click Checkout des Warenkorbs, der Ihr bevorzugtes Zahlungsmedium und Ihre Lieferadresse kennt, aktiviert. Sie sehen alle vergangenen Bestellungen in der Bestellhistorie aufgezeichnet. Sie kennen Ihre Präferenzen, so dass sehr personalisierte Angebote und Empfehlungen beim Surfen auf der Website des Online-Händlers angezeigt werden.

All dieses Wissen über den Kunden sorgt für ein gesteigertes Kauferlebnis, richtig? Das ist zwar korrekt, jedoch bezahlen Sie diese Personalisierung mit der Preisgabe Ihrer persönlichen Daten. Unternehmen können aufgrund dieser Informationen dem Kunden zielgerichteter bedienen, da sie viele Daten über den Kunden speichern. Adressen, Präferenzen und Zahlungsdetails werden unter anderem zu Referenzzwecken gespeichert für den Fall, dass der Kunde zurückkehrt.

In der Vergangenheit waren Kundenerfahrungen mit Händlern völlig anders und erforderten selten, dass der Kunde seine Identität preisgab. Stellen Sie sich vor, Sie besuchen einen Supermarkt und werden beim Betreten des Geschäfts nach Ihrem Personalausweis gefragt. Ist das nicht das, was wir jetzt alle tun, wenn wir online einkaufen und uns einloggen?

Der Grund, warum dies so wichtig ist, ist, dass wir Unternehmen oft so viele unserer persönlichen Daten anvertrauen, ohne darüber nachzudenken was mit den Daten passiert. In vielen Fällen haben wir keine Wahl, da das Kleingedruckte einer Kundenvereinbarung besagt, dass das Unternehmen das Recht hat mit Ihren Daten nach Belieben zu handeln.

Selbst wenn das Unternehmen Ihre personenbezogenen Daten nicht für Werbung missbraucht, muss es diese schützen. Datenschutzverletzungen können für das Unternehmen, welches die Kundendaten verloren hat, äußerst schädlich sein.

Wie stellen wir sicher, dass die Daten geschützt sind?

  •  Zertifizierungen durch Prüfungsstellen reichen nicht aus, um ein angemessenes Schutzniveau zu etablieren. Die Prozesse, die Sie entwickelt haben, müssen ständig angewandt und überprüft werden, damit Ihr Unternehmen sicher ist.
  • Kriminelle zielen unter Umständen darauf ab, Informationen von firmeninternen Mitarbeitern zu erhalten. Ihr Prozess muss sicherstellen, dass Personen, die auf vertrauliche Informationen zugreifen, diese nicht zur späteren Verwendung speichern oder weitergeben können. Es ist zudem sicherzustellen, dass Ihre Prozesse den Datendiebstahl unterbinden, zumindest aber erschweren.
  • Sicherheit ist nicht nur die Aufgabe der IT Abteilung! Sie benötigen ein Team von Sicherheitsexperten, die sich um die Einhaltung der sicherheitsbezogenen Prozesse kümmert und zusammen mit dem Datenschutzbeauftragten dafür sorgt, dass das Thema Datenschutz eingehalten wird. Dieses Team aus Sicherheitsexperten und Datenschutzbeauftragten sollte direkt an den Vorstand berichten.
  • Das Bewusstsein der Mitarbeiter ist der Schlüssel zur Schaffung einer funktionierenden Sicherheitskultur in Ihrem Unternehmen. Sensibilisieren Sie, wann immer es möglich ist, Ihre Mitarbeiter für die Themen Datenschutz und Sicherheit und geben Sie Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, etwas Auffälliges sofort zu melden.


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